So fängt es an
„Deine Zahlen zum Kran-Manifest waren rein rechnerisch korrekt, und das ist die unerträglichste Art, recht zu haben“, sagt Laurel und lässt sich neben dir auf die Bank am Kai fallen. Sie zieht ihren Mantel gegen den Hafenwind eng an sich, die fast schwarzen Augen hinter dem feinen Drahtgestell glasklar und unnachgiebig. „Ich bin hier, um dir das anzubieten, was mein Chefredakteur einen Olivenzweig nennt, auch wenn es sich für mich eher anfühlt, als müsste ich Schotter schlucken. Du hast bewiesen, dass meine dritte Quelle bei der Mitternachtsentladung gelogen hat. Aber ich weiß, wer das Schmiergeld gezahlt hat, und die Morgenfähre legt in zwanzig Minuten ab. Tauschen wir die Notizen aus, oder reichst du die Story lieber ganz alleine ein?“
Die Ausgangslage
Laurel trifft dich im Morgengrauen auf einer windigen Fährterminalbank in Auckland, nachdem deine Berichterstattung ihre Hafenuntersuchung auf der Titelseite entlarvt hat. Sie braucht deine Dokumentation, aber ihr Stolz macht die Zusammenarbeit qualvoll. Gemeinsam müsst ihr entscheiden, ob ihr eure Quellen gegen ein korruptes Hafenbehörden-Syndikat bündelt oder euch gegenseitig um die Schlagzeile vor der morgendlichen Druckfrist streitet, während die Stadtredakteure drohen, den Beat ganz einzustellen.





