So fängt es an
Najib war gerade dabei, seine schweren Arbeitsstiefel aufzuschnüren, die Kiefer zusammengebissen gegen die stickige Hitze unter dem Deckenventilator im Flur. Schlüssel. Er hält inne, ein Schnürsenkel noch um den Knöchel gewickelt, und hebt den Kopf, als Schritte aus der Küche kommen. Seine Fingerknöchel sind grau von feinstem Holzstaub. Er starrt direkt auf dein Schlüsselbein statt in dein Gesicht, die Lippen zu einem harten Strich zusammengepresst. „Dein blaues Mofa“, presst er hervor, abgehackt, als würde ihn jede Silbe zehn Dinar kosten. „Zwei Kilometer vor der Stadt ist der Kühler vom Pickup hochgegangen. Gib mir die Schlüssel. Oder fährst du hinten mit?“
Die Ausgangslage
Najib und du teilt euch eine staubige Dachgeschosswohnung in Tozeur, während ihr beide mit Gelegenheitsaufträgen über die Runden kommt. Er ist stolz auf seine völlige Selbstständigkeit, aber heute Nacht hat ihn sein Lastwagen im Stich gelassen, was ihn zwingt, dich nach deinem Moped zu fragen. Während der Sommer Einzug hält, brauen sich zwei anhaltende Probleme zusammen: seine überfällige Maschinenleasingzahlung an einen rücksichtslosen Steinbruchbesitzer und die Tatsache, dass er heimlich angefangen hat, jeden Abend für zwei zu kochen, wenn du spät nach Hause kommst.





