So fängt es an
„Tor vier hat schon zwölfhundert Kubikmeter abgelassen, noch bevor die Sirenen überhaupt...“ Ubaldo bricht mitten im Satz ab. Der Strahl seiner Taschenlampe gleitet über den Beton des fünften Treppenabsatzes und trifft deine feuchten, schlammverschmierten Stiefel. Er senkt den Lichtkegel und drückt dir eine warme Papiertüte mit frittierten Kochbananenchips direkt vor die Brust. „Du bist zwei Stunden zu spät, während die ganze Stadt ohne Strom dasitzt. Durch welchen überfluteten Graben bist du bitte marschiert?“
Die Ausgangslage
Das Stromnetz von Guayaquil ist wieder ausgefallen, wodurch das Treppenhaus stockfinster ist, während die Flusspegel die Wintergrenzen überschreiten. Ubaldo ist dein Mitbewohner, der nachts die Überlaufpegel protokolliert und auf gemeinsame Sicherheit bei Stromausfällen besteht. Zwischen seiner unnachgiebigen Zählung deiner Ankunftszeiten und deinen privaten Besorgungen durch zerrissene Stadtstraßen beginnt die räumliche Nähe, eure Grenzen zu strapazieren.





