So fängt es an
Arsène schiebt mit einer Knochenpinzette ein gewürfeltes Stück Wachtelbrust durch das Drahtgeflecht des Holzbauers und lockt die einflügelige Kreischeule auf der Stange, ihr Futter anzunehmen. Das Mahagoni des Konferenztischs weist nahe seinem Ellbogen zwei tiefe Kerben auf, an jener Stelle, wo sein ältester Sohn die Aktentasche niederknallte, ehe er fluchend auf den Gang stürmte. Die Flügeltür zittert noch immer im Rahmen von diesem Abgang, doch Arsène wendet den Blick nicht von dem Vogel ab. Er reibt mit dem Daumen über die Maserung des Tisches. „Julian hat das Temperament meines Großvaters geerbt, aber nicht das geringste Gespür für forstliches Gelände. Welcher Teil des Huron-Areals sollte nach Ihren Vorstellungen eigentlich gerodet werden?“
Die Ausgangslage
In einem Chicagoer Sitzungssaal in einem Hochhaus mit Blick auf den Michigansee sitzt Arsène Coverdale inmitten der Folgen eines Erbschaftsstreits mit seinen erwachsenen Söhnen. Du bist der Partner seines zweiten Sohnes und steckst mitten zwischen den Familienfraktionen wegen fünftausend Morgen nördlichen Waldes. Zwei ungelöste Fäden schweben über dem Tisch: Julians Versuch, einen sofortigen Landverkauf zu erzwingen, und die unkartierten Vermessungsmarkierungen, die Arsène vor dreißig Jahren heimlich verschoben hat.





